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23.10.2010 Baltimore23.10.2010 Baltimore23.10.2010 Baltimore23.10.2010 Baltimore

2010-10 Baltimore from Pacific High on Vimeo.

Gerade als Klaus und ich uns aufmachten, Kolja’s Taxidienste in Anspruch zu nehmen, kam die Polizei auf uns zu. Sie würden es lieber sehen, wenn unser Schiff etwas näher am Rand läge. Sie waren sehr nett und freundlich und so verlegten wir uns kurzerhand etwas näher an den Rand. Wir waren froh, daß wir noch an Bord waren und die Kinder nicht alleine mit der Polizei verhandeln mußten. Aber Kolja und Helena meinten ganz lässig, sie hätten das auch hinbekommen (incl. Pacific-High verlegen!). Da waren wir doppelt froh, daß wir noch an Bord waren. Obwohl, zutrauen würden wir es ihnen schon. Kolja kann schon (fast) genauso gut steuern wie Klaus. Nachdem wir das also erledigt hatten, fuhr uns Kolja mit dem Dinghy ans Ufer. Dort lasen wir, daß man auch direkt am Hafenbecken andocken kann. 2 Stunden kosten 20,– US-$ und overnight docking kostet 1.50 US-$ pro Fuß. Wäre auch eine Möglichkeit. Klaus und ich besichtigen zuerst den schönen Seven Foot Knoll Lighthouse Leuchtturm, der mitten im Hafen an Land steht. Ursprünglich stand er in der Chesapeake Bay an der Mündung des Patapsco River, wo er unzähligen Schiffen seit 1856 den richtigen Weg gezeigt hat. Auch Schiffbrüchige wurden von den Leuchtturmswärtern gerettet. Als die Tage des Leuchtturms gezählt waren, baute man ihn ab und mit Hilfe eines Krans beförderte man den 220-Tonnen-Leuchtturm an die jetztige Stelle. Er sieht mit seiner Form wirklich ungewöhnlich aus. Weiter gings an am Pier entlang zum auffälligen Barnes & Nobles Buchshop mit anschließendem Hard Rock Café. Über eine Brücke gelangten wir zum Aquarium und weiter zu den Museumsschiffen. Die Taney, das letzte schwimmende überlebende Schiff von Pearl Harbour, das Feuerschiff Chesapeake, das ungewöhnliche lange U-Boot Torsk und die USS Constillation. Wir spazierten weiter im schönen warmen Wetter zum Federal Hill, wo gerade eine Schulklasse Zeichnungen der Skyline von Baltimore anfertigten, die man von hier aus wunderbar sehen kann. Abseits der Touristenpfade ging es weiter durch eine schöne Wohngegend. Die Autos auf der Strasse ließen darauf schließen, daß wir nicht im ärmlichsten Stadtteil von Baltimore gelandet waren. Weiter zum Cross Street Market, der sich aber als Enttäuschung herausstellte. Zudem fiel uns plötzlich auf, daß wir im Gegenteil zu dem vorherigen Stadtteil bis auf wenige Ausnahmen die einzigen Weissen waren. Ungewöhnlich, plötzlich eine Minderheit darzustellen. Dann standen wir vor dem Bromo-Seltzer-Tower. In diesem Turm haben Künstler ihre Studios und man kann die Künstler darin besuchen und ihnen beim Arbeiten zusehen. Eine tolle Gelegenheit für mich, mal wieder den Duft der Farben und Lösungsmitteln zu schnuppern. Wir kamen mit etlichen Künstlern ins Gespräch. Es wären auch noch einige Ateliers frei gewesen, die mit einer Monatsmiete von 320 – 700 USD erschwinglich wären. Ein gutes Konzept, die Künstler arbeiten in ihren Ateliers und durch die Touristen und Besucher können sie auch ihre Bilder an den Mann (oder Frau) bringen. Das Rathaus ist beeindruckend und direkt gegenüber befindet sich eine Kirche mit Maibaum! Und deutscher Fahne. Die Kirche ist 200 Jahre alt und damit ein historisches Gebäude. In den nächsten Tagen findet ein Sour Beef- (Sauerbraten) und Spatenbierfest statt. Da werden wir aber wohl nicht mehr hier sein.

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22.10.2010 Chesapeake Bay – Baltimore

Baltimore! Wir ankern im Inner Harbour. Der Blick aus dem Fenster fällt auf die Skyline von Marylands größter Stadt. Wir liegen direkt gegenüber des Aquariums, des World Trade Centers und des Hard Rock Cafes. Wir sind das einzige Segelboot, das inmitten des Hafenbeckens ankert, aber nachdem die Coast Guard schon zweimal an uns vorbeigefahren ist, gehen wir davon aus, daß dieses hier ein offizieller Ankerplatz ist. Die Marina kostet 2.50 US-$ pro Fuß, macht für unser Schiff 125 US-$ pro Tag. Wir überlegen uns, ob wir während unseres Ausflugs nach Washington mit der Pacific-High 3 Tage in die Marina gehen. Uns ist etwas unwohl, das Schiff mitten im Hafenbecken alleine liegen zu lassen. Das heißt aber für einen Tag Washington 3 Tage Marina bezahlen, da man erst um 11.00 Uhr den Platz belegen darf und auch um 11.00 Uhr den Platz wieder verlassen muß (wie im Hotel). Mal sehen, wie wir das am Besten machen.

Heute früh sind wir in traumhafter Umgebung aufgewacht. Das Ufer des Bush Rivers war in das schöne Licht der aufgehenden Sonne getaucht, die Bäume schillerten in allen Farben. Und wir fühlten uns, als wären wir die einzigen Menschen an diesem Fleckchen Erde. Trotzdem gingen wir bald darauf Anker auf, wir wollten möglichst früh in Baltimore ankommen. Knapp 30 Seemeilen hatten wir zu segeln. Und wir konnten tatsächlich die ganze Strecke segeln. Es war toll, mit 8 – 10 Knoten dahinzugleiten. Die Strecke ist etwas schwierig, da es sehr flach ist, teilweise hatten wir nur 1,50 Meter unter den Kielen. Aber im Notfall genügt ja die berühmte Handbreit. In der Einfahrt nach Baltimore mußten wir die Segel einholen, da uns der Wind komplett auf die Nase wehte. Brrr, das war richtig kalt. 15 Grad Außentemperatur fühlen sich bei 25 Knoten sibirisch an. Baltimore begrüßte uns vor der Brücke rechts und links mit Industrieanlagen. Auch die Einfahrt in den Inner Harbour ist (von dem Fort Henry mit seinen schönen Grünanlagen einmal abgesehen) von Containerschiffen und Industrieanlagen geprägt. Unser Ankerplatz dagegen ist wieder sensationell. Vor uns die Skyline der Stadt. Uns erinnert Baltimore ein wenig an Boston. Wir freuen uns wirklich sehr darauf, die Stadt zu erkunden. Morgen und übermorgen scheint das Wetter sonnig zu sein.

2010 -10 New York – Baltimore from Pacific High on Vimeo.

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21.10.2010 Delaware Bay – Chesapeake Bay – Bush River

Wir sind vormittag durch den Delaware-Chesapeake Canal gefahren und haben bis zum Schluß vergebens auf die versprochenen 1,5 Knoten Strömung gewartet. Wir hatten von einer Geschwindigkeit von 7 – 8 Knoten geträumt. Wie gesagt, leider nur geträumt und damit rückte das Ziel, Baltimore noch heute abend zu erreichen in weite Ferne. Als wir in den Kanal einfuhren war es noch trüb und diesig. Nach einer halben Stunde riß es aber auf, blauer Himmel war zu sehen und die Schönheit des Ufers mit den verfärbten Bäume zog uns in den Bann. Im Kanal war wenig los, nur zum Schluß überholte uns noch ein großer Schubverband. Die Brücken sind immer wieder spannend, unser Mast ist ja doch ganz schön hoch. Ansonsten war alles sehr ruhig bis in der Chesapeake Bay plötzlich Wind aufkam. Klaus hatte die Fock kurz vorher ausgerollt, zum Glück ins erste Reff, denn der Wind ereichte schnell 30, 35 und 40 Knoten. Super, die ganzen Tage kein/wenig Wind und dann von jetzt auf gleich 30/40 Knoten. Das Meer wurde unruhig, wir auch. Der ganze Tag heute war nicht unser beste Tag. Wir hatten keine Lust mehr und suchten eine einigermaßen geschützte Ankerbucht. Zwei Stunden hatten wir noch vor uns um die nächste Ankerbucht zu erreichen. Bei diesen Temperaturen ist es etwas ungemütlich bei starkem Wind draußen zu sitzen. Aber half ja nichts, da mußten wir durch. Komisch nur, daß in dem Augenblick, als wir unser Ankermanöver beendet hatten, fast schlagartig der Wind aufhörte. Als ob er uns ärgern wollte! Aber die Landschaft hier entschädigte für alles. Es ist so schön hier. Der Himmel war über uns dunkelblau und änderte am Horizont mit stufenlosem Übergang seine Farbe in hellblau. Dazwischen weiße Bilderbuchwolken, das Ufer lückenlos mit Laubwald bedeckt, der in allen Herbstfarben leuchtete. Ein Traum. Nur das Meer könnte farblich schöner sein. Dunkelgrün bis braun….hier wollen wir nicht mal Wasser für unser Brauchwasser machen. Deshalb ist Wassersparen angesagt.

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20.10.2010 Delaware Bay / Einfahrt zum Delaware Canal

Auf dem Chartplotter kann man gut verfolgen wie die MSC Ulsan an unserem Ankerplatz vorbeifährt

Die günstige Strömung ausnutzend motoren wir seit den frühen Morgenstunden die Delaware Bay hinauf. Die See ist glatt wie Öl, wir müssen nur auf die Berufsschifffahrt achten die zahlreich an uns vorbeifährt. Neidisch verfolgen wir die Geschwindigkeiten der großen Pötte (300m Länge ist keine Seltenheit) die mit 15kn bis 20kn an uns vorbeirauschen, während wir bei ökonomischer Fahrt nur gut 7kn laufen. Am frühen Nachmittag hat die Flut ihren Höhepunkt erreicht und wir beschließen vor der Einfahrt in den Delaware Canal zu ankern.

Das Motoren hat auch seine Vorteile: wir können alle im warmen Salon sitzen und von dort die Pacific High steuern während wir mit Helena und Kolja Schulunterricht machen. Heute war wieder ein guter Schultag: Helena & Kolja haben fleißig und konzentriert gearbeitet Helena hat heute zum Beisp. Von 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr 2 Stunden Deutsch, 1 Std. Mathe, 2 Std. Französisch und 1 Std. Politik, 1 Std. Erdkunde und eine Std.

Wie lang würdet Ihr die MSC Ulsan schätzen?
Wie lang ist die MSC Ulsan?

Geschichte gelernt.

Das Wetter ist recht diesig / trüb. Es kommt zwar immer wieder die Sonne für längere Strecken zum Vorschein, so richtig einladend ist es draußen aber nicht. Kolja und ich kuscheln uns am Nachmittag in die Koje und schauen einen Film. Zwischendurch spielen wir immer wieder

Schiffsrätsel: es geht darum die großen Frachter, die an uns vorbeiziehen einzuordnen: wie lang ist das Schiff? welchen Tiefgang hat es wohl? wie schnell fährt es und was ist sein Zielhafen? All das rufen wir dann per AIS ab und können es genau auf dem Bildschirm kontrollieren. Bei der „MSC Ulsan“ hatte Kolja die Nase vorn: er hatte eine Länge von 270m geschätzt.

AIS Daten auf unserem Chartplotter (Länge gefunden?)

Kurz vor dem Abendessen (Butternut Squash Suppe (sehr leckerer amerikanische Kürbissorte), gefolgt von Schweinefilet in Tomaten Madeira Sauce an Wildreis mit gebratenem Fenchel Gemüse) rechtzeitig zum Aperitiv setzte sich die Sonne wieder durch und bescherte uns (wieder einmal) einen stimmungsvollen Sonnenuntergang der direkt in einen hellen (fast) Vollmond Nachthimmel überging… (Das Foto vom Mond ist aus der freien Hand fotografiert!)

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Im Westen geht die Sonne unter...

Im Westen geht die Sonne unter...
... während im Osten bereits der Mond aufgegangen ist
... während im Osten bereits der Mond aufgegangen ist

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20.10.2010 Delaware Bay20.10.2010 Delaware Bay20.10.2010 Delaware Bay20.10.2010 Delaware Bay

Um die günstige Strömung auszunutzen standen wir früh auf. Wir hatten den Eindruck, wir würden mitten auf dem Meer ankern. Nirgendwo konnte man Land erkennen. Der Himmel zeichnete ein fantastisches Bild über uns. Weil wir es nun schon gewohnt sind hielten wir uns wieder drinnen auf. Es ist um diese Jahreszeit bei bedecktem Himmel schon zu kühl um stundenlang draußen zu sitzen. Die Delaware Bay ist bisher mäßig spannend. Wir fahren neben der offiziellen Schiffahrtsrinne, um den großen Pötten, die auch mal 40 Meter in der Breite messen, nicht in die Quere zu kommen. Wir waren schon am Nachmittag am Ankerplatz (vor einem Kernkraftwerk!). Diesmal hielt der Anker und wir konnten uns den Kindern und der Schule widmen. Die Schule ist manchmal beim Segeln schwierig. Beim angestrengten Arbeiten wird den Kindern bei entsprechendem Seegang manchmal leicht übel, so daß die Schule oft nur sporadisch erledigt wird. Diesmal dagegen sind die Wochenstunden nahezu schon fertig, somit haben die Kinder ab Freitag ein langes Wochenende frei. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang mit einem riesigen glutroten Sonnenball sind wir nach dem Abendessen bald eingeschlafen. Segeln macht müde.

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19.10.2010 auf dem Weg nach Cape May

Motoren ist angesagt. Kein Wind, aber wenigstens auch kein Wind gegen uns. Wir fuhren an Atlantic City vorbei. Eine große Stadt am Atlantik gelegen, ein Eldorado für Spielernaturen. Die erste Miss America wurde dort in den 20’er Jahren gewählt und seit dem findet die Wahl der Schönheitskönigin jedes Jahr in Atlantic City statt. Spielcasinos, Vergnügungsparks, Shopping Malls, Outlet Center… alles was das Herz begehrt. Allerdings macht die Krise auch vor Atlantic City nicht halt. Kürzlich las ich in der Zeitschrift Time, daß die Besucher- und Geldströme nicht mehr so zahlreich fließen. Auch wir fahren einfach weiter, wir wollen in den Süden. Zugvögel ziehen in Formationen an uns vorbei, die sind richtig schnell (im Gegensatz zu uns).

Das Motoren hat auch gute Seiten. Da es teilweise regnet halten wir uns vorwiegend drinnen auf und können so leben wie am Ankerplatz. Die Kinder machen Schule, ich mache Ordnung und Klaus ist am Computer. Da hier keine Fischerbojen ausgelegt sind, genügt alle paar Minuten ein Blick nach draußen, ob uns nichts entgegen kommt. Am Nachmittag wurden wir Zeugen eines Seenotrettungsmanövers. Ein Hubschrauber kreiste in geringer Höhe und warf ein Paket ab. Später wurde noch ein Mann abgeseilt und wieder hochgezogen. Wahrscheinlich eine Übung, denn es dauerte ziemlich lange und die See war absolut ruhig. Im Notfall würde es bei dieser ruhigen See (hoffentlich) viel schneller gehen, bis der über Bord Gefallene gerettet wäre. Um etwa 17.00 Uhr waren wir am Cape May. Während zwei unserer Bekannten hier wegen Wind, Welle und Strömung nur mit den größten Schwierigkeiten das Kap umrundeten war es bei uns wegen dem fehlenden Wind und Wellen ein Kinderspiel. Manchmal ist es auch von Vorteil keinen Wind zu haben. Die Strömung zog uns in die Delaware Bay und wir nutzten die Schubkraft bis etwa 20.30 Uhr um möglichst weit zu kommen. Klaus hielt oben auf der Fly Wache, denn es war dunkel und gemeinerweise waren hier auch Fischerbojen ausgelegt. Danach warfen wir den Anker, der zwar auf dem Grund nicht richtig hielt, aber da die Wetterprognosen keinen Wind vorausgesagt hatten, gaben wir einfach noch ein bißchen Kette. Danach gab es eine heiße Dusche für Klaus, der bis zum Schluss draußen ausgeharrt hatte, ich kochte derweil Spaghetti Bolognese und wir machten es uns mit der Bill-Cosby-Show (wer kennt die noch?) vor dem Fernseher gemütlich.

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18.10.2010 Sandy Hook/New Jersey

Am Donnerstag (heute ist Sonntag) haben wir uns von Staten Island/New York nach Sandy Hook/New Jersey verlegt. Die letzten Tage waren recht stürmisch und wir haben die Tage an Bord genutzt. Mit dem Dinghy konnte man kaum an Land, es hatten sich hohe Wellen trotz des hiesigen Wellenbrechers aufgebaut. Gestern nachmittag waren es durchschnittlich 35 Knoten, in Böen auch 45 Knoten. Wir waren froh, daß wir vor Anker lagen und uns nicht draußen irgendwo durch eine hohe See kämpfen müssen. Heute morgen haben wir unsere Dieseltanks vollgetankt, bei den Spritpreisen (ca. 50 Cent/Liter) macht das fast Spaß. Wir haben auch unsere Wassertanks gefüllt da die Wasserqualität rund um New York nicht gerade zum Wassermachen einlädt. Morgen wollen wir früh aufbrechen in Richtung Cape May. Vorraussichtlich wollen wir die Nacht über bei Atlantic City ankern und am Morgen weiterfahren um dann zur richtigen Strömung am Cape May zu sein.

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13.10.2010 Staten Island – Stop & Shop

Nach der Schule waren wir einkaufen bei Stop & Shop. Nur Klaus und ich, denn wir konnten unsere Wochenkarte der Metro nutzen. Die Kinder hätten extra bezahlen müssen, und Hin- und Rückfahrt hätte 10 $ gekostet. Das sparten wir uns, wir hätten die Kinder aber gut als Packesel gebrauchen können. Einen Einkauf für einen 4-Personenhaushalt für eine Woche trägt man nicht mal eben so nach Hause. Vor allem weil wir bei einem Super Stop&Shop waren. Der hat wirklich alles. Sogar H-Milch! Aber wie gesagt, wer kein Auto hat und alles tragen muß, der kauft nur das Nötigste. Und das verpackten wir in zwei große Rucksäcke und 4 blaue IKEA-Tüten und schleppten alles wieder nach Hause. Nun sind wir aber wieder gut versorgt mit Milch, Butter, Brot (Toast), und vor allem Vitaminen in jeglicher Form: Erdbeeren, Kiwi, 4 kg Äpfel, Bananen, Brokkoli, Fenchel (hat Klaus gekauft!), Kürbis und vieles mehr. Die Kinder machten einen Ausflug in den Great Kills Park und versuchten Squirrels (Eichhörnchen) zu fangen.

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12.10.2010 New York – Broadway – West Side Story12.10.201012.10.201012.10.2010

Die Kinder hatten sich gewünscht auch noch einmal Manhattan zu sehen. Zu viert sind wir Bus und Ferry gefahren, diesmal mit der John F. Kennedy, und schon waren wir nach 2 Stunden wieder Downtown Manhattan. Da ich die Grey Art Gallery besuchen wollte und diese für Kinder nur mäßig spannend ist, trennten wir uns vorerst. Ich fuhr mit der Metro zum Washington Square, wo das Museum im Gebäude der New York University beheimatet ist. Rund um den Washington Square wimmelte es von Studenten. Überhaupt haben wir das Gefühl, daß nicht mehr ganz so viele Touristen wie im Sommer in New York sind. Die Grey Art Gallery stellt momenten Künstlerplakate aus Ostdeutschland 1967 – 1990 aus. Der Eintritt ist mit nur 3,– US $ bezahlbar. Die Kinder hatten mit Klaus einen tollen Tag im American Indian Museum, im Battery Park, im Apple Store…
Ich stellte mich nachmittag spontan am Times Square beim tkts an und ergatterte 4 Karten für das Musical West Side Story. Bei tkts werden die nicht verkauften Karten mit erheblichem Preisnachlass angeboten. Im Sommer war die Schlange vor den Schaltern immer sehr lang, minimum 2 Stunden Wartezeit. Das war uns zu lange, aber so ein Musicalbesuch am Broadway gehört doch zu einem New York Besuch dazu. Daher waren wir glücklich, daß es doch noch geklappt hat. Wir waren sehr gespannt und obwohl das Musical nicht unkompliziert ist und anspruchsvoll waren die Kinder bis zum Schluß mit vollster Konzentration dabei. Besonders Helena litt mit den Akteuren mit und war auch traurig, daß es kein Happy-End gab. Klaus und ich waren beeindruckt von der Stimme des Darstellers von Tony. Danach noch ein sehr kurzer Besuch im Hard Rock Café am Times Square  (der übrigens auch in der Nacht taghell ist), aber da die Kinder müde waren, machten wir uns bald auf den Heimweg. Noch einmal genossen wir den sensationellen Anblick auf das Lichtermeer von Downtown Manhattan von der Fähre aus.

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11.10.2010 New York – Meatpacking District – Chinatown

Meatpacking District

Dieses Kunstwerk ist eine Installation von Barbara Kruger im Auftrag des Whitney Museum of American Art, zu sehen am südlichen Ende des Hochparks.

Unser heutige Ausflug nach New York fing damit an, daß wir etwas spät waren und zur Bushaltestelle rannten, um dann dem Bus an uns vorbeifahren zu sehen. Wir haben uns geärgert, denn der Bus war zu früh und wir haben gewunken, aber er wollte uns einfach nicht mitnehmen. Der nächste Bus kam dann wenigstens auch zu früh und wir mußten nur eine Viertelstunde warten. Dann sind wir wieder endlos Bus gefahren, mit der Ferry übergesetzt und waren auch schon nach 2 Stunden Anreise in New York. Zuerst spazierten wir ein wenig durch den Battery Park, an der Wall Street entlang Richtung Chinatown. Dort assen wir im berühmten Peking Duck House die noch berühmtere Peking Ente. Anschließend suchten wir noch die Dragon Land Bakery auf. Bei unserem letzten Besuch verriet mir ein New Yorker diesen Geheimtip. Leider konnte ich mich nicht mehr erinnern, was ich dort kaufen sollte, irgendein Gebäck, aber es gab dort so viele leckere Sachen, das ich mich gar nicht entscheiden konnte. Aber nach einer ganzen Pekingente zu zweit stand uns beiden auch nicht der Sinn nach weiterer Völlerei. Wir fuhren mit der Metro zum Meatpacking District. Dort gibt es eine stillgelegte Hochbahn, die zum Hochpark umgestaltet wurde. Auf Stelzen schlängelte sich die stillgelegte Hochbahn als schmales Band über zwei Kilometer durch einen alten Industrie- und Lagerhausbezirk und verkam immer mehr zur Müllkippe. Doch New York wäre nicht New York, wenn es dort keinen Platz für exzentrische Ideen gäbe. Und so wurde aus den Trassen der stillgelegten Hochbahn ein Bürgerpark mit vielen Blumen, Bäumen und Parkbänken, der 2009 eröffnet wurde. Die Hochbahn wurde 1934 gebaut, als hier im Meatpacking District über 200 Schlachthäuser aktiv waren.  1980 rollte der letzte Zug über die Gleise. Die Gegend verkam zum Geisterviertel mit Drogenkriminalität, bevor in den 90er-Jahren Szenegänger die Viertel entdeckten. Bars, Restaurants und Boutiquen folgten, inzwischen ist das Schlachthofviertel eines der angesagtesten Viertel der Metropole.

Da es schon halb sieben war, beschlossen wir nach einem Drink im “Dos Caminos” die Heimreise anzutreten. Der Blick von der Staten Island Ferry auf Manhattan in der Abendstimmung war genial. Als wir im Bus auf Staten Island saßen rief Kolja an. Es wären rundum Blitze und Donner und Regen, wann wir denn nach Hause kämen? Wir konnten es kaum glauben. Bei uns war es windstill, von einem Gewitter und Regen keine Spur. Eigentlich wollten wir noch einen kurzen Stop bei Stop’n Shop machen, aber nun wollten wir nur noch schnell nach Hause. Gott sei Dank waren wir schon auf dem Weg und in guten 20 Minuten zu Hause. Wir schafften es gerade noch trocken und bei Windstille am Schiff anzukommen. Aber kaum waren wir drinnen, ging es auch schon los. Blitze von allen Seiten, Wind und Regen. Wir waren froh, daß Kolja uns angerufen hat und wir nicht erst noch einkaufen waren. Wir machten alle Lichter aus und genossen das Naturschauspiel. Wobei genießen nicht ganz der richtige Ausdruck ist. Unter Seglern ist ein Blitzschlag die wohl meist gefürchteste Katastrophe. Ein Blitzschlag und alle Elektronik und die Stromversorgung ist hinüber. Aber es ging nochmal gut. Ein Lob übrigens auf Kolja. Seine Prepaid-Handy-Karte war abgelaufen und so hat er uns einfach kurzerhand über Skype angerufen.