Gestern beim Frühstück auf der Casulo haben wir den Terminplan der nächsten Wochen besprochen. Irgendwie wird die Zeit schon wieder knapp. Bald haben wir Mitte August. Joao wollte gerne bis nach Maine zum Acadia National Parc segeln. Das war uns aber zu weit, vor allem, da die nächsten Tage kein Wind angesagt ist. So einigten wir uns auf die Idee von Boston aus Maine und New Hampshire per Mietwagen zu erkunden. Abends waren wir zum Abendessen bei Joao und Solange eingeladen. Joao hatte gekocht und vor allem haben sie eine sehr gute und teure Flasche Wein mit uns geteilt. Den Wein haben sie auf Martinique von Freunden aus einem besonderen Anlaß geschenkt bekommen und nun wollten sie den Wein mit uns teilen. Wir fühlten uns sehr geehrt.
Da wir den Abfahrtstermin für Bosten auf heute 8.00 Uhr festgelegt hatten, unsere Freunde aber noch eine Bootsreparatur vornehmen mussten, fuhren wir schon mal vor. Das Meer war spiegelglatt und so motorten wir mangels Wind fröhlich vor uns hin. Am Morgen war es ziemlich schattig und wir waren eingepackt in Fleece, Jacke, Mütze und Handschuhe. Gegen Mittag wurde es warm und wir schälten uns nach und nach aus unserer Verpackung. Ich wusch noch etliche Ladungen Wäsche auf dem Weg und dank des warmen Windes wurde alles recht schnell trocken. Die Skyline von Boston konnten wir schon von Weitem erkennen. Da wir früh dranwaren fuhren wir um die Insel Georges Island herum und konnten dabei schon einmal das Fort Warren aus dem 19. Jhrd. bewundern. In der Waterboard Marina waren noch etliche Moorings frei und wir konnten uns eine nahe am Dinghydock aussuchen. Das Mooringmanöver klappte einwandfrei und bald lagen wir sicher vertäut an der Boje. Schnell noch klar Schiff gemacht und es hielt uns nichts mehr auf dem Schiff. Wir wollten in die Stadt. Wir holten uns erste Eindrücke und die Kinder bekamen jeder ein paar neue Schuhe. Nach einem kurzen Abstecher in den Quincy Market, einem neu renovierten historischen Marktplatz, brachten wir die Kinder an Bord zurück. Sie waren tapfer 4 Stunden mit uns durch Boston marschiert. Klaus und ich machten uns nochmal auf in den North End Bezirk, wo Little Italy liegt und fanden dort ein nettes italienisches Lokal. Die Casulo ist mittlerweile auch eingetroffen und wir sahen jedesmal ihr Dinghy am Dock liegen. Auch noch um halb elf Uhr nachts.